
Hermanns, Heinrich
Heinrich Hermanns (* 19. Mai 1862 in Düsseldorf; † 21. Dezember 1942 ebenda) war ein deutscher Lithograf sowie Landschafts-, Veduten- und Architekturmaler der Düsseldorfer Schule.
Eine besondere Vorliebe entwickelte Hermanns für die Landschaften Hollands, West- und Nordwestdeutschlands, die er mit sattem Kolorit und breitem Farbauftrag malte. Hermanns unternahm längere Studienreisen nach Italien (Oberitalien, besonders Gardasee, Neapel und Sizilien), Frankreich, Spanien und in die Niederlande (besonders Amsterdam und weitere Städte in Holland). In späterem Schaffen wandte er sich verstärkt der Architekturmalerei (Stadtansichten und Interieurs) zu, wobei er sich häufig des Aquarells bediente und weniger die architektonischen Details als mehr die Stimmungen des Lichts und die Atmosphäre wiederzugeben suchte. Bis in die 1930er Jahre stellte Hermanns auf großen deutschen Kunstausstellungen aus (Münchener Glaspalast 1889, 1891; Große Berliner Kunstausstellung 1893–1918; Düsseldorf-Münchener Kunstausstellung, Kunstpalast Düsseldorf 1932). Seine Werke gelangten in zahlreiche europäische und amerikanische Sammlungen. Hermanns war 1891–1913 und 1930–1942 Mitglied des Künstlervereins Malkasten. 1900 wurde Hermanns von Wilhelm Schäfer in den künstlerischen Beirat der Kulturzeitschrift „Die Rheinlande“ berufen. 1904 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille.


